Neugierig auf das bauliche Ergebnis der gemeinschaftlichen Aktion der Bürger waren die Felmer ebenso wie auf die Nachrichten ihres Bürgermeisters Friedrich Suhr hinsichtlich der sehnsüchtig erwarteten DSL-Internetzugänge.
Doch da heißt es immer noch: Warten. Die Verwaltung ist am Ball, wie Amtsdirektor Matthias Hannes Meins betonte, sei ordentlich "Druck" in die Sache gekommen. "Die Verwaltung führt Gespräche mit allen Anbietern. Es geht um die beste technische und machbare Lösung", erklärte Meins.
Um den tatsächlichen Bedarf zu klären, hatten die Ämter Hüttner Berge, Dänischenhagen und Dänischer Wohld gemeinsam eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, das Amt Dänischer Wohld speziell eine Umfrage zur geplanten Breitbandvernetzung für ein schnelleres Internet an die Bürger verteilt. "Der Rücklauf könnte besser sein", meinte Tomas Bahr vom Amt Dänischer Wohld und appellierte auch an die Bürger, die kein Interesse an einem schnellen Internetzugang haben, die Fragebogen ausgefüllt zurück zu schicken, damit eine genauere Bestandsanalyse angefertigt werden kann.
Altbürgermeister Walter Selle gab zusätzlich zu bedenken, dass eine gute Internetversorgung inzwischen wertbeeinflussend für die Immobilien ist. Betriebe würden sich vor einer Ansiedlung ebenso über die Datenversorgung im Ort informieren wie Privatleute. "Das hätte ich auch tun sollen", blickte Karsten Rehder, Bauunternehmer und Neubürger in Felmerholz, zurück. Seit Monaten muss er mit einem Analoganschluss leben, der zudem oft nicht funktioniert. "Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich nicht hierher gezogen", so die Bilanz seines Telekommunikationsdilemmas, obwohl er sich sonst sehr wohl in dem Ortsteil fühle.
Die Verwaltung sieht als die zukunftsweisende Lösung die Verlegung eines Glasfaserkabels, was jedoch erhebliche bauliche Investitionen für die einzelnen Gemeinden bedeute. Meins zeigte sich aber optimistisch, dass mittelfristig eine Lösung gefunden werden kann.
kp
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